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Seit vielen Jahren gehe ich den alten Weg. Ich bin Hexer und an Mabon (Herbst-Tagundnachtgleiche am 21. September) nahe Hannover geweihter Hohepriester der Hexentradition. Unser Hexenkreis von Draconis orientiert sich jedoch nicht ausschließlich am Wicca (heidnische Naturreligion für viele Hexen). Der Begriff "Freie Hexen" ist da passender. Denn auch germanische, keltische, schamanische und andere Einflüsse prägen uns. Wir als Hexen (weiblich wie männlich) bevorzugen das duale Prinzip, die Göttin UND den Gott (wie Mutter und Vater, weiblich und männlich, Yin und Yang). Wir sehen uns selbst als "Freie Hexen", weil wir die Dogmen einiger Wicca-Linien nicht nachvollziehen wollen und werden. Wir ehren und achten das Leben, die Natur und das Göttliche in der Natur - und das Universum als Ursprung allen Seins. Wir feiern die grossen Jahreskreisfeste gemeinsam. Im Gegensatz zu den "Erlöserreligionen" sehen wir das Göttliche in allem, was existiert - in der Natur selbst. Das neue Hexentum orientiert sich an alt überliefertem Wissen, älter als das Christentum und andere Religionen. Die Wurzeln sind alt (gemeint ist nicht speziell Wicca, was um 1950 "neu" erfunden wurde, sich auf die Hexentra- ditionen alter Zeiten beruft) und nicht alles heilige Wissen um Religion und Magie wurde zerstört und verbrannt. Es gab die ganze Zeit über Menschen, welche das alte Wissen um den Alten Glauben, den Alten Weg geschützt und geachtet haben. Und dieses Wissen weitergegeben haben - und natürlich weiter geben werden. Das Hexentum ist damals wie heute eine heidnische (Natur) Religion. Es ist ein sehr spiritueller Weg und eine Lebenseinstellung welche beides ist - stets persönlich und individuell. Der Begriff "Heide" ehrt uns. Naturlich sind wir auch keine Sekte, denn Sekten wollen bekehren und haben einen absoluten Anspruch an ihre Glaubensmodelle. Wir dagegen schätzen Toleranz über alles. Das "Kreuzrittertum" und die Versuche, Menschen zu einem bestimmten Glauben zu bekehren, zu missionieren, überlassen wir besser denen, die schon seit langen Zeiten darin geübt sind. Wir haben kein Sendungsbewusstsein. Seit 1994 ist die Wicca-Religion (Religion vieler Hexen) in den Vereinigten Staaten eine staatlich anerkannte Religion mit vergleich- barem Kirchenstatus. Auch in unserem Kulturkreis gibt es immer mehr Anhänger des Wicca. Fast in gleichem Maße schwindet das Christentum aus unserem Kulturkreis. Viele Kirchenhäuser werden geschlossen. Ebenfalls üblich für Naturreligionen sind die Bezeich- nungen „Alte Religion“ (teilweise zurück geführt auf Friedrich Schlegel) und „Alter Pfad“, die ausdrücken, dass Wicca sich in der Tradition ursprünglicher Religionen sieht, die Magie und Religion nicht trennen. Letzendlich bietet keine Religion Beweise, sondern stützt sich allein auf den Glauben ihrer Anhänger. Mich würde interessieren, wie ernsthafte Propheten, die in die heutige technisierte und "aufgeklärte" Zeit (wieder) hineingeboren würden, von den Anhängern ihrer eigenen Religionen empfangen würden. Vermutlich würde man selbst reale Wunder versuchen zu enttarnen. Wie würde man darauf reagieren, wenn da eine/r (eine Frau als Prophet, als Messias - WARUM eigentlich nicht?) käme und sagen würde "Ihr habt auf mich gewartet und ich bin (wieder) da." Wie weit reicht der Glaube dann wohl? Jesus z.B. hatte für die damalige Zeit "radikle" Gedanken, die der Obrigkeit nicht gefielen. Wie würde die Kirche als Institution mit ihren eher schwer- fälligen und verwurzelten Dogmata reagieren? Schon manche unliebsame Wahrheit verschwand - gut versiegelt - in den Katakomben der Kirchenfürsten ... Übrigens schafft keine Gottheit ihre Religion. Religionen werden immer und ausschließlich von Menschen geschaffen, auch wenn das oft anders behauptet wird. Man bedenke bei allem, dass selbst die älteste Religion der Weltgeschichte irgendwann einmal ihren Ursprung, ihre erste Stunde, hatte. Die Hexentradition des deutschsprachigen Raumes und ihre umfassenden Energien habe ich aus meiner Familie mitbekommen. Magische Traditionen und Unterstützungen haben mich auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleitet. Dafür kann ich meinen Ahninnen - Urgroßmutter, Großmutter und Mutter - nur danken. Sie alle gingen den magischen Weg. Lange bevor dieser in unseren Gegenden populär wurde. Gerade in den frühen Sechzigern des Zwanzigsten Jahrhunderts war das Hexentum im deutschsprachigen Raum nicht sehr beliebt, während im angelsächsischen Bereich Gerald Brousseau Gardner (selbsternannter Hexenmeister) die Grundlage für die neuzeitliche Hexenreligion Wicca legte. Es stand lange Zeit sogar unter Strafe (jedenfalls gesellschaftlich) sich öffentlich dazu zu bekennen. Bis 1950 stand übrigens in Großbritannien die Ausübung der Hexerei tatsächlich unter Strafe. Und was sogar juristisch verboten ist, muß auch folglich vorhanden sein. Andererseits hat sich auf der britishen Insel das damals noch junge Christentum mit dem alten Glauben an die alten Gottheiten Göttin und Gott, den alten Weg der Magie, besser arrangiert, als z.B. im deutschsprachigen Bereit. So finden sich selbst heute noch in Großbritannien und Irland zahlreiche christliche Geistliche, die dem magischen Glauben nicht abgeneigt sind - vorsichtig ausgedrückt. Sehr viele Christen auf der Insel empfinden noch heute ebenso. Gerade durch die umfangreichen Aufzeichnungen meiner Uroma, die das Hexesein im positiven Sinne gelebt hat und eine angesehene Frau in unserer Gegend war - Hexe, Kräuterfrau, Ratgeberin, Seelentrösterin, Kartenlegerin und vieles mehr - haben mir klar gemacht, wo meine Bestimmung - Berufung - in diesem Leben ist. Für mich steht im Vordergrund, anderen Menschen Beistand und Lebenshilfe zu geben. Übrigens war meine Uroma Johanna bekennende, fromme Protestantin. Auch wenn das Christentum sich noch immer mit den magischen Aspekten des Lebens - speziell mit dem Hexentum - schwer tut. So war sie wahrlich eine "Wandlerin - Zaunreiterin - zwischen mehreren Welten". Johanna war einfach eine gütige Frau, der viele Menschen ihr Liebes- und Lebensglück verdankten. |

Tarot |
Hohepriester des Hexenzirkels Draconis |

Der Drache - das Symbol für den Alten Weg Das in den alten Zeiten noch junge Christentum fürchtete nichts mehr, als dass die Menschen zu ihrer alten Ur-Religion zurück kehrten (die Religion und Magie nicht trennt), für das der Drache das Symbol war und ist. Deshalb wurde der Drache als Symbol im wahrsten Sinne "verteufelt" - ebenso wie der Alte Weg der Naturreligionen. Alles was damit zu tun hatte, wurde (und wird bis in die heutige Zeit) als schlecht und böse dar gestellt. Und das Christentum setzte sich eher mit Feuer und Schwert durch, so gar nicht mit der viel gepriesenen Nächstenliebe - wie sie sich gern darstellt. Damit das damals noch neue Christentum auch möglichst viel Anklang fand, benannte man heidnische Feiertage in christliche Feiertage um. Ostara wurde zu Ostern (deren Symbole Hase und Eier sind heidnischen Ursprungs, stehen für Fruchtbarkeit), das Yulfest (ab da werden die Tage wieder länger, das "Licht erwacht neu") wurde zu Weihnachten und zahllose Beispiele mehr. Im Prinzip benannte man nur die Jahreskreisfeste der Hexen und Naturreligionen um, mehr nicht. Auch der allseits bekannte immergrüne Weihnachtsbaum hat heidnische Ursprünge - keine christlichen. Das Christentum zeigte auch stets missionarischen Eifer, was man sonst nur Sekten unterstellt. Man denke an das Keuzrittertum (und die zwangsweisen Bekehrungsversuche) im Morgenland. Und die Ausbeutung der "Heiden" im Namen der christlichen Kirche. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der Ablass-Handel, mit dem man sich vor Jahrhunderten - wenn man Geld und Güter besass - vor Gott von allen Sünden "freikaufen" konnte. Das Geld floss natürlich in die Institution Kirche (die für mich etwas völlig anders darstellen kann, als ein gläubiger Christ). Im asiatischen Bereich gab es diese menschenverachtenden Kämpfe nicht. Dort ist die Religion wie vor tausenden von Jahren. Und der Drache gilt dort nach wie vor als Symbol von Glück, Schutz, Reichtum und Gesundheit. |
Ein kurzes Video von Mabon (Herbst-Tagundnachtgleiche), zur Weihe zum Hohepriester. |
Tipp: Am besten die Originalgrösse vewenden. |
Zurück in die heutige Zeit, zu unserer Naturreligion - dem Hexenkreis Draconis. Übrigens ... nicht alle Mitglieder unseres Hexen- zirkels mögen sich der Öffentlichkeit als Hexe / Hexer präsentieren, was natürlich zu respektieren ist. Der Glaube ist immer auch eine Privatsache. Unserem Zirkel gehören u.a. Ärzte, Psychologen, Rechtsanwälte und Menschen aus zum Teil sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Kreisen an. Menschen, die mitten im Leben stehen - und Göttin UND Gott ihre Ehre erweisen. Es ist das duale Prinzip, nicht nur dogmatischer Patriarchismus. Den "Teufel" gibt es für uns nicht, den haben andere ERFUNDEN (!!!), weil sie sich nicht mit dem Gedanken abfinden konnten, daß ein Gott, der so viel Gutes tut, auch so viel Böses in der Welt zulassen kann. Gut und Böse liegt stets im Blickwinkel des Betrachters. Was als "gut" und "böse" anzusehen ist, wechselt von Kultur zu Kultur - und im Laufe der Jahrhunderte. Zum Abschluss: Prominente Beispiele für naturreligiös beeinflusste Genies sind Johann Wolfgang von Goethe oder Francis Bacon. |
Der Hexenaltar im Wald - mit der Statue der Grossen Göttin Demeter aus massiver Bronze. Sie hält ein Bündel Getreide im Arm, als Zeichen der Fruchtbarkeit der Erde. Andere - spätere - Glaubendgemeinschaften drückten ihr einfach ein kleines Kind in den Arm und führten damit den Göttinnenkult weiter, weil es den "Übergang" vom alten Weg (der Religion und Magie nicht trennte) hin zum noch jungen Christentum, welches sich machtvoll durchsetzen wollte, für das Volk erleichterte. Viele christliche Tempel werden heute eingerissen, abgegeben, umgebaut. Und die Göttin erstrahlt in neuem Glanze. An ihrer Seite ist der Gott Carnayna, Herr des Waldes und der Natur. |
Die absoluten Insignien magischer Macht auf dem Altar: das Magische Zepter, der Ritualdolch (zum symbolischen Zerschneiden negativer Energien) und das Pentakel. |
Die Grosse Göttin Demeter und ihr Gott. Carnayna (auch Cernunnos) ist der gütige (!) Gott der Natur. Mit dem vom Christentum erfundenen (etwa um 1100 !!!) Teufel hat er so gar nichts gemeinsam. Der Teufel gehört den Christen, weil sie damit das einfache Volk gefügig machen wollten - auch als "Erklärung" für vieles Leid und Naturgewalten. Hexen beten NICHT einen Teufel an! Der "Gehörnte" trägt sein Geweih symbolisch als Zeichen für die tierischen Lebewesen im Wald (z.B. Hirsche) - und hat weder Bocks- noch Teufelshörner. Die hat ihm zur Verunglimpfung das Christentum angedichtet - ebenso wie seine angebliche Bösartigkeit. Dasdamals noch junge Christentum versuchte alles, um die gläubigen Menschen vom "alten Weg" des Glaubens abzubringen. Um 380 nach Christus wurde auf brutalste Weise durch Christen (Religion der Liebe?) der Tempel der Demeter in Eleusis, dem heutigen Griechenland, zerstört. Und da kommt einer im weissen Gewand und spricht ganz "lieb und heilig" von Christus und der Liebe auf Erden? Hoppla! |
Das Zertifikat von Malina - zur Ernennung zur persönlichen Hexenschülerin von Maran |