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Copyright by Hexer Maran
Das Buch des Wissens
Was hat das klassische Hexengewächs BILSENKRAUT mit Bier zu tun?
Ein wenig Hintergrundwissen der weisen Frauen und Männer
Bilsenkraut fehlte früher in kaum einem Hexengarten. Es betäubte bei richtiger Dosierung Schmerzen (auch bei Zahnschmerzen), be-
rauschte aber auch. Das hoch giftige Kraut war auch wichtiger Bestandteil der berüchtigten Hexensalben. Diese Hexensalben be-
standen meist aus reinstem Schweineschmalz, in die diverse giftige Nachtschattengewächse gekocht wurden. Diese Salbe, an den
Pulsstellen und auf Schleimhäuten aufgebracht, vermittelte den Hexen das subjektive Empfinden des Fliegnes. Genau so entstand die
Sage von der fliegenden Hexe auf dem Besen. Der Besen steht dabei eher symbolisch für das Auskehren negativer Energien aus dem
magsichen Schutzkreis.

Allerdings benötigte man zur Herstellung dieser Hexensalben allergenaueste Kentnisse im Umgang mit Nachtschattengewächsen (wie
auch Tollkirsche, Stechapfel, Alraune). Nur ein Quentchen zu viel und es wirkt absolut tödlich. Weshalb eine Nachahmung auf gar
keinen Fall zu empfehlen ist. Auch das Bilsenkraut (Wurzel, die gesamte Pflanze und auch die Samen) kann ebenfalls tödlich giftig sein.

Noch vor einigen Jahrhunderten wurden dem gebrauten Bier verschiedene Stoffe (u.a. auch BILSENKRAUTSAMEN) zu gegeben, um
den berauschenden Effekt zu verstärken. Dazu wurde das Bilsenkraut (nun in unseren Gegenden fast völlig ausgerottet) im großen Stl
abgebaut, wie andere Kräuter auch.

Bei unsachgemäßer Anwendung (Überdosierung) ohne genaueste Kenntnis der Bilsenkrautsamen durch die Wirtsleute verstarben einige
Gäste nach dem Biergenuß.

Bierbrauer waren im Mittelalter auf teils abenteuerliche Ideen gekommen, um ihrem Gebräu einen besonderen Geschmack zu verleihen
oder es haltbarer zu machen. Um dunkles Bier zu erhalten, wurde kurzerhand Ruß zugegeben. Auch Kreidemehl kam zum Einsatz, um
sauer gewordenes Bier wieder genießbar zu machen. Auch die Zugabe von Fliegenpilzen und dem Bilsenkrautsamen zur „besonderen“
Verfeinerung ist überliefert.

Daruf hin erfolgte das Reingeheitsgebot (genaugenommen: die gesetzliche Regelung erlaubter Zutaten) für Bier. Von folgenden Städten
ist ein älterer Erlass überliefert, der die Qualität des Bieres betraf: Nürnberg (1155), Augsburg (1409), Eichstätt (1319), München
(1363), Regensburg (1156?), Landshut (1447). Einige dieser Verordnungen wurden erst in den letzten Jahrzehnten wieder entdeckt.
Wahrscheinlich sind in vielen Fällen keine Zeugnisse mehr erhalten, sodass diese Aufzählung exemplarischen Charakter hat.

Der wertvollere Weizen oder Roggen war den Bäckern vorbehalten. Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer sieht einen weiteren Grund
darin, den beruhigenden und zugleich konservierenden Hopfen zum Brauen zu verwenden und andere Zutaten, etwa Rosmarin oder
Bilsenkraut, zu verbieten.

Man geht daqvon aus, daß die Bezeichnung PILSENER BIER auf das Bilsenkraut und die Art des Bierbrauens zurückzuführen ist.
Ebenso hat die Stadt PILSEN (früher Böhmen, heute Tschechien) ihren Namen von der großflächigen Anzucht des Bilsenkrautes und
der Brauerei Pils-Bier. Nur eben heute nach dem Reinheitsgebot für Bier und völlig ohne Bilsenkraut und "andere" Zusätze.
Bilsenkraut aus Maran´s Garten
Warum trägt man bei Beerdigungen eigentlich meist schwarz? Ist die Farbe Schwarz mit "dunklen Mächten" im Bunde?
Schwarz ist, ebenso wie Weiß, eine Nicht-Farbe. Da die Menschen schon immer die Dunkelheit mit ihren möglichen Gefahren fürchteten
(die meiste Zeit der Menschheitsgeschichte verbrachte man abends und nachts man im Dunkeln, da noch lange die Elektrizität nicht
erfunden war und an lichtdurchflutende Straßenaternen erst gar nicht zu denken war. Dunkel und schwarz wirkte unheimlich,
undurchdringlich. Nach der Vostellung der Menschen damaliger Zeiten stellte die Dunkelheit etwas Böses, nicht Seh- und Fassbares.

Auch viele Nachttiere wie Eulen, Kräuzchen oder die possierlichen Fledermäuse (absolute Nützlinge) wurden mit Negativem gleich-
gesetzt.

Und warum trägt man dann die Farbe Schwarz auf Beerdigungen?

Schwarz bedeutet auch Schutz, Schwarz ist weder böse noch "schwarz"magsich. Heil- und Edelsteine schwarzer Farbe (z.B. Onyx,
schwarrzer Turmalin) sind absolute Schutz-Steine für allen Lebenssituationen.

Daß die Farbe Schwarz auch Schutz (verstecken) bedeuten kann, hat man auch schon sehr früh erkannt. Früher wurde der Verstorbene
meist im Haus aufgebart. Man ging davon aus, dass man (auch unwissendlich) dem gerade erst verstorbenen Menschen zu seinen Lebzei-
ten vielleicht nicht nur Gutes hat zukommen lassen.

Man fürchtete sich vor dem Zorn des Geistes, der noch bei dem Toten sein mußte. Man nahm an, dass der Geist Verstorbener im Tod
allwissend ist.

Also versuchte man sich vor dem Grollen des Geistes zu schützen, zu verbergen, indem man schwarz trug - die Frauen ebenfalls mit
schwarzen Kopftüchern, die Männer mit schwarzen Hüten oder anderer Kopfbedeckung.

Heute weiß das kaum noch jemand. Auf die Frage, WARUM man "üblicherweise" bei Beerdigungen schwarze Kleiung trägt, kommt meist
die Antwort "Weil das eben so Tradition ist".

Aber wir wissen ja nun, WARUM, nicht wahr? :-)