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Der Aberglaube hat seit dem Mittelalter die Hexe als Feindin der Menschheit überliefert, als Einzelgängerin, die sich mit dem Teufel ver- bündet, um übernatürliche Künste zu beherrschen. Demnach kann sie ihre äußere Gestalt verändern, mit dem Wind reiten und niederem Getier – ihren Hausgeistern – befehlen, Krankheit und Tod über Mensch und Vieh zu bringen. ie musste jedoch für ihre Hexerei einen hohen Preis bezahlen: In Europa alleine wurden zwischen 1484 und 1782 während der Zeit der großen Hexenprozesse mehr als 300.000 Hexen hingerichtet. Es gibt Quellen, welche die Zahl der Opfer des Hexenwahnes mit über einer Million beziffern. Die modernen Medien dagegen berichten über Hexen folgendes: Jung und schön bedienen sie sich uralten Wissens, um Liebes-, Zauber- und Gesundheitssprüche zu erfinden und magische Amulette anzufertigen. Da die Hexe heute nicht mehr als Feindin der Gesellschaft betrachtet wird, darf sie – allerdings nur in ihren eigenen vier Wänden – ihre Nacktheit zeigen, ohne Angst vor Verfolgung haben zu müssen. Hexenmeister sind laut der frühneuzeitlichen Hexenlehre männliche Hexen Zum Teil werden sie auch als Hexer Zauberer oder Zaubermeister betitelt Der Anteil der Hexenmeister unter den Opfern der Hexenverfolgung beträgt ca. 20 Prozent Man ist Hexen gegenüber toleranter geworden, und obwohl ihnen weiterhin der Hauch des Extraordinären anhaftet, so wächst ihre Zahl doch jedes Jahr um einige Tausend an. (So wurde kürzlich in der Presse behauptet, alleine in England gäbe es ca. 60.000 Anhänger des Hexenkultes). Die Wahrheit – oder zumindest die allgemein akzeptierte Lesart – liegt in der Mitte zwischen den beiden Extremen. Demnach können Hexen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts sein; jene die während des Mittelalters verfolgt wurden, wären sozusagen in ihrer Mehrheit die unglücklichen Opfer eines zügellosen und abergläubischen Verfolgungswahns gewesen. Der Hexenkult, so heißt es weiter, sei eine alte, aus vorchristlicher Zeit übernommene Fruchtbarkeitsreligion, die ursprünglich den Namen Wicca trug. Wicca ist die weibliche Form des alt-angelsächsischen Worts wicce, von dem sich das englische Wort witch = Hexe ableitet.. Dieses wiederum stammt möglicherweise von dem Verb wiccian = Hexerei ausüben ab. Das deutsche Wort Hexe nun kommt nach Mei- nung der Mehrzahl der Forscher aus dem Althochdeutschen: hagazussa (von Hag = Zaun und tusjo = Dämon). Die Wicca-Version, das sollte sogleich einschränkend gesagt werden, ist sowohl unter Gelehrten und Laien als auch unter den Hexen selbst umstritten. Sie wurde zum ersten Mal von der Anthropologin Dr. Margaret Murray zu Beginn dieses Jahrhunderts veröffentlicht. Sie führte die Hexerei auf die Anbetung der Großen Mutter oder Fruchtbarkeitsgöttin und des Gehörnten oder Jagdgottes der Frühzeit zurück. Dieser Kult, so Dr. Murray, hätte sich aus heidnischer Zeit trotz Verfolgung, Verboten, Blutvergießens und Furcht bis auf den heutigen Tag erhalten. Wieder andere Gelehrte haben die Auffassung vertreten, der moderne Hexenkult seit nichts weiter als eine Erfindung von Dr. Murray und einem „Herrn aller Hexen“ von eigenen Gnaden, dem inzwischen verstorbenen Gerald Gardner. Sie betrachten den Hexenkult als ein Synonym für gewöhnliche Zauberei, das heißt die Ausnutzung menschlichen Aberglaubens für gute oder schlechte Zwecke. Sie behaupten, dahinter stehe eine komplexe geschichtliche Tradition, die sich ständig mit dem Menschen und der Gesellschaft wandle. Gerald Gardner sagte in einer 1954 veröffentlichen Schrift von ihm: „Als unsere Bruderschaft noch wirklich mächtig war, erkor sie stets solche zu Mitgliedern, die von Natur aus über gewisse Fähigkeiten verfügten und schulte sie; sie übten sich untereinander und entwickelten ihre Kräfte. Doch ich sage euch, dass uns nicht jene wundervollen Kräfte zu eigen sind, die uns unterstellt werden, wenn wir auch gewisse Fähigkeiten besitzen. Unter einziger Wunsch ist es, unsere Götter in Ruhe verehren zu dürfen, uns auf unsere Weise zu vergnügen und glücklich und in Frieden leben zu können.“ Es gibt viele unterschiedliche Auffassungen, man kann sich gar nicht mit allen befassen. Tatsache ist es, dass der Wicca-Kult noch heute stark ausgeführt wird, doch auch in seiner Ausführung gibt es Unterschiede, die meist sogar regionalbedingt sind. So werden in manchen Kulten die Initiationsriten alter Zeit wieder übernommen. Die Hohepriesterin verbindet dem Novizen die Augen, legt die Spitze ihres Schwertes an sein Herz und warnt ihn vor den Folgen der Verleugnung seiner Gelübte. Damit wird die Aufrichtigkeit seines Wunsches, Hexe zu werden, getestet. Anderenorts gilt der Glaube, man wird als Hexe geboren und kann diese Fähigkeiten keinesfalls erlernen. Ein gewisser Grundglaube und Grundsatz ist wohl in allen heidnischen, Wicca- und Hexenkulten gleich. Respekt – gegenüber anderen, der Natur, Tieren und schwächeren. Wobei dies nicht unbedingt etwas mit Hexerei zu tun haben muss meiner Meinung nach, für mich ist es eine Selbstverständlichkeit. Es gibt unwiderlegbare Beweise für die Existenz von Hexen. Auch dass es in Großbritannien seit frühester Zeit Hexen gab, ist unbestreit- bar. Die Mitglieder eines noch heute bestehenden Hexenzirkels in Somersetshire tragen unterhalb eines bestimmten Fingergelenkes Tätowie- rungen, die angeblich einen Buchstaben des vorchristlichen keltischen Alphabetes darstellen. Sie nennen sich die „Druiden“ und versam- meln sich vierteljährlich zu Candlemas (Lichtmeß, Imbolc) am 02. Februar, May Eve (Walpurgis, Beltane) am 30. April, Lammas (Petri Kettenfeier, Lughnasadh) am 01. August und Halloween (Abend vor Allerheiligen, Samhain) am 31. Oktober zu einem druidischen Stein- zirkel. Die Druiden werden nach Abschluss der Pubertät auf Grund bestimmter angeborener Gaben wie Intuition und Erkenntnis, zweites Gesicht und Gedankenkontrolle, ausgewählt. Obwohl die Mitgliedschaft meist auf örtliche Familien beschränkt ist, gehören auch Männer und Frauen aus Bristol und London den „Druiden“ an. Ihre Bräuche unterscheiden sich wesentlich von den Zaubersprüchen, Liebestränken, Giftmischereien und Erpressungen der alten fränkischen Hexen oder auch der heutigen Hexen auf Mallorca. Auf Mallorca erzählt man sich die Geschichte des Zimmermanns, der von seiner Frau mit einem Zauberbann belegt worden war, nachdem diese von seiner Liebe zu der Bäckerstochter erfahren hatte. Der Zimmermann konnte daraufhin nicht mehr über die Schwelle seines Hauses auf die Straße treten, ohne dabei ohnmächtig umzufallen; so ging es dreizehn Jahre lang. Dann starb seine Frau, er folgte ihrem Sarg über die Schwelle des Hauses und ist heute glücklich mit der Bäckerstochter verheiratet. Dies geschah erst vor kurzer Zeit. |
Hexe. Das Wort ruft Bilder in unseren Köpfen hervor. Hexen zaubern. Sie verwandeln Men- schen in Kröten, lassen die Ernten von Bauern verdorren und fressen kleine Kinder. Wir alle kennen Hexen. Die böse Hexe aus dem Märchen, die schrullige Alte hinter dem brodelnden Kessel oder die hübschen Teenhexen, die wir im Fernsehen sehen. Wir alle wissen über "Kräuterweiblein", mystisch anmutende Medien, die mit dem Jenseits Kontakt haben, und die Frauen, die nackt ums Feuer tanzen Bescheid. Tun wir das wirklich? Nicht, solange wir diese Bilder in unseren Köpfen haben. Hexen sind Menschen, die ihr Leben im Einklang mit der Natur leben. Hexen sind Menschen, die altes, fast vergessenes Wissen über die Wirkung von Edelsteinen, Kräutern und Düften wieder einsetzen, und es neu beleben. Hexen wissen, daß Körper und Geist eine Einheit bilden. Sie ehren die Natur und das Leben in all seinen For- men. Lassen Sie uns sehen, wie Hexen wirklich sind. |
Hexe - was ist das ? |
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