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Um den Kessel dreht euch rund, Werft das Gift in seinen Schlund. Kröte, die im kalten Stein Tag und Nächte dreimal Neun, Zähen Schleim im Schlaf gegoren, Soll zuerst im Kessel schmoren. Spart am Werk nicht Fleiß noch Mühe, Feuer sprühe, Kessel glühe! |
Aus: William Shakespeare, Macbeth |
Es brodelt und wabert im Hexenkessel |
Den alles andere als verlockend klingenden Zutaten aus dem Hexenkessel haftete lange Zeit der Ruf des Magischen an. Im Volksglauben galten die klassischen Hexentiere wie Schlangen, Kröten, Eulen, Eidechsen und Krähen neben den bekannten Hexenkräutern als unverzichtbare magische Zutaten für einen wirksamen Zaubertrank. Vor allem bei LIebeszaubern wurden sie in den unterschiedlichsten Zusammensetztungen als äußerst wirksames Mittel verabreicht. Diese Tränke waren jedoch ausschließlich für positive Zauber bestimmt und sollten weder Mensch noch Tier auch nur den geringsten Schaden zufügen. Doch vorbei sind inzwischen die Zeiten, in denen im Hexenkessel nur Krötenschenkel, Nachtschatten, Parabax, Ratten- schwänze und Schlangenaugen brodelten und kochten. Längst ist der Hexenkessel kein Symbol mehr für die Hexe als Gift- mischerin, die darin einen myteriösen Trank nach dem anderen braut. Ganz im Gegenteil: Die moderne Hexenküche erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es gibt zahlreiche magische Rezepte für die verschiedensten Anlässe, vom erotischen Verfrührungsmenü bis hin zum passenden Ge- richt zur Streitschlichtung mit den Nachbarn. |
Magische Verführung - Aphrodisiaka |
Quelle: |
Feuer sprühe - Kessel glühe Autor: Angela Troni, Verlag: Rütten & Loening, Berlin ISBN 3-352-00692-X |
Exotisches Roségelee Zutaten: 1 Kaki 1 Mango 1 Baby-Ananas 1 Karambole 1 Kiwi 4 Kumquats 12 Kap-Stachelbeeren 3 - 4 EL Puderzucker 1/2 l kräftiger Roséwein einige Blättchen Zitronenmelisse Granatapfelkerne Kaki, Mango und Ananas schälen, Kaki und Ananas quer in dünne Scheiben schneiden, Mango längs halbieren, Stein entfernen. Mango in dünnen Spalten, Karambole in Scheiben schneiden. Kiwi längs halbieren, mit einem Ausstecher Kugeln ausstechen. Kumquats halbieren, Kap-Stachelbeeren schälen. Die Früchte auf vier große Teller verteilen und mit Puderzucker bestäuben. Gelantine in kaltem Wasser einweichen, anschliessend in einem kleinen Topf mit Wein auflösen, mit dem übrigen Wein verrühren und über die Früchte giessen. Im Kühlschrank fest werden lassen. Mit Melissenblättchen und Granatapfelkernen garnieren. |

Berauschgende Leckereien - Halluzinogene |
Halluzinogene Mittel spielten in der Hexengeschichte schon immer eine besondere Rolle. Das berühmteste ist sicherlich die berüchtigte Hexensalbe, deren wahre Zusammensetzung stets ein strenggehütetes Geheimnis der Kräuterkundigen blieb. Zu den überwiegend hochgiftigen, halluzinogen wirkenden Zutaten gehören unter anerem Stechapfel, Tollkirsche, Fliegenpilz und Bilsenkraut. Letzteres zählt zu den typischen Hexenkräutern und wurde nicht nur in der Hexensalbe, sondern für die unter- schiedlichsten Zauber, neben dem Wettermachen unter anderem als wirksames Mittel bei Zahnschmerzen und anderen schmerzhaften Leiden verwendet. Neben den giftigen Zutaten der Hexensalbe, die auch heute noch in äußerst geringen Mengen in der Naturheilmedizin angewen- det werden, stehen auch zahlreiche Lebensmittel in dem Ruf, leiche berauschend zu wirken. Allen voran natürlich die verschie- denstensten Pilzsorten, aber auch Trüffeln mit ihrem intensiven Moschusduft, Melisse, Endiviensalat, Muskatnuß, Nüsse, Mohn und einige Fischsorten regen Kreislauf und Phantasie an. |
Quarkcreme mit Mohn auf Himbeerpüree |
Zutaten: 4 Blatt weiße Gelantine 2 Eigelb 50 g Zucker 2 Päckchen Vanillinzucker abger. Schale 1 unbeh. Zitrone Saft von 1/2 Zitrone 2 EL Mohnback 250 g Sahnequark 2 Eiweiss 1/8 l Schlagsahne 300 g Himbeeren 1- 2 EL Puderzucker 2 EL Crème fraíche frische Pfefferminze Gelantine in kaltem Wasser einweichen. Eigelb, Zucker, Vanillinzucker, Zitronenschale und -saft in eine Schüssel geben und schaumig rühren. Mohnback und Quark zufügen und unterrühren. Gelantine nach Packungsanweisung auflösen. Zuerst 1 - 2 Eßlöffel der Quarkmasse der Quarkmasse mit der aufgelösten Gelantine verrühren. Gelantinemischung mit der restlichen Quarkmasse mischen und kalt stellen. Eiweiss und Sahne getrennt steif schlagen; wenn die Quarkmasse zu gelieren beginnt, nacheinander unterheben. Anschliessend in eine Glas- oder Porzellanschüssel geben und erneut kalt stellen. Himbeeren ver- lesen, einige Früchte zum Garnieren beiseite stellen und pürieren. Himbeerfüree durch ein feines Sieb streichen, damit die kleinen Kerne zurückbleiben. Das Püree süßen, auf vier Teller verteilen und glattstreichen. Crème fraiche in eine kleine Spritz- tüte aus Pergamentpapier füllen und eine feine Spitze abschneiden. Auf jeden Teller von innen nach außen eine Spirale spritzen. Dann mit einem Holzstäbchen von der Mitte aus strahlenförmig Linien bis zum Rand ziehen. Mit einem Eßlöffel von der Quark- creme Klößchen abstechen, auf das Himbeerpüree stzen. Mit Himbeeren, Pfefferminzblättchen und Puderzucker garnieren. |
Pfefferminz |